Einen Tag nahmen sich die Schüler der Klasse 3aG die Zeit, sich mit den Zeichen ihrer Sprache auseinander zu setzen. Frau Astrid Kaiser, ausgebildete Kunsterzieherin, Heilpädagogin und Kalligraphin, sowie Lehrerin für Musische Elementarerziehung, setzte sich einen Vormittag lang mit den Kindern zusammen und erkundete die Welt der Kalligraphie. Wie nebenbei ließ sie auch meditative Momente durch den Einsatz von Klangschalen einfließen. Das Thema des Projekts lautete: Woher kommt unser Alphabet?
Mit Pinsel, Wasserfarben und Japantusche unternahmen die Kinder - auf großen Papierbögen – einen spannenden Ausflug in die Geschichte: Sie lernten die Schrift verschiedener Zeiten und Völker kennen und überlegten, woher eigentlich unser Alphabet kommt. Am Beispiel des A verfolgten sie verschiedene Formen der Buchstaben von den Anfängen bis heute. Sie schrieben die ältesten Schriftzeichen Bayerns (keltische Tonscheibe, 50 n. Chr.), gestalteten ein Mandala aus Buchstaben und Tierbilder in der Bilderschrift der australischen Aborigines (Pünktchenbilder).Für die Eltern gut zu wissen: Das im Kurs praktizierte spielerische Simultanzeichnen mit beiden Händen führt zur Harmonisierung beider Gehirnhälften, eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches Lernen.
Für Kinder, die nicht in der Ganztagsklasse sind, bietet Frau Kaiser eigene Kurse an.